An der Küste.
Der feste Fels unter den Füßen gibt Sicherheit.
Vor mir liegt das Wasser: weit, ruhig, nicht ganz berechenbar.
Ich sehe Licht auf dem Wasser, Schatten am Felsen und lasse die Stille sich ausbreiten.
Alles ist da, was ich gerade brauche: Begrenzung und Weite, Nähe und Ferne.
Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl:
Wir sind nicht mehr ganz dort, wo wir waren,
aber noch nicht angekommen bei dem, was kommt.
Wir spüren, was uns hält, und sehen zugleich, was uns ruft.
Das Licht fällt nicht nur auf das Neue, das vor mir liegt,
sondern auch auf meinen Weg.
Es verbindet das Dunkle mit dem Hellen,
den festen Grund mit dem beweglichen Wasser.
Genau dort entsteht Vertrauen.
Nicht, weil alles sicher ist.
Sondern weil wir spüren: Wir sind gehalten.
Wir dürfen Vertrauen zu Gott haben.
Er ist da, wo wir stehen.
Und er geht mit: Wir dürfen uns auf den nächsten Schritt einlassen.
Ihr und euer Diakon Edgar