Die Botschaft ist längst da

Predigt am 28. September 2025 zu Lk 16,19–31: Die Botschaft ist längst da

Schwerpunkt: „Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“

Liebe Schwestern und Brüder,

das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus ist eine eindringliche Geschichte. Jesus zeichnet zwei Welten: die Welt des  Reichen, der in Fülle lebt und die des armen Lazarus, der vor seiner Tür liegt und hungert. Nach dem Tod aber kehren sich die Verhältnisse um.

Doch der eigentliche Höhepunkt des Evangeliums kommt am Ende:
Der Reiche bittet Abraham, Lazarus zu seinen Brüdern zu schicken, damit sie umkehren. Und Abraham antwortet: „Sie haben Mose und die Propheten. Auf die sollen sie hören.“ Und als der Reiche insistiert, sagt Abraham: „Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“

Genau das ist der Kern unserer christlichen Botschaft: Einer ist von den Toten auferstanden – Jesus Christus.
Und trotzdem: Wie viele Menschen lassen sich bis heute nicht überzeugen? Wie viele leben, als sei nichts geschehen?

Was heißt das für uns?
Drei Punkte zum Weiterdenken:

1. Das Wort Gottes reicht.
Schon Mose und die Propheten haben von Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gesprochen. Wer sich auf dieses Wort einlässt, erkennt, was Leben heißt: Teilen, gerecht handeln, das Elend des Bruders nicht übersehen.

2. Die Auferstehung ist die Wende.
Dass Jesus auferstanden ist, ist keine Randnotiz der Geschichte, sondern der entscheidende Wendepunkt für unser Leben. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Gott bestätigt in der Auferstehung, dass die Liebe stärker ist als der Tod.

3. Das Heute zählt.
Das Evangelium sagt uns: Die Zeit zum Hören, zum Umkehren, zum Glauben – diese Zeit ist jetzt. Nach dem Tod gibt es keine zweite Chance. Das Leben, das uns geschenkt ist, ist die Zeit, in der wir uns entscheiden können.

Darum, liebe Schwestern und Brüder:
Lasst uns das nicht verdrängen. Wir haben das Zeugnis der Propheten. Wir haben das Zeugnis der Apostel. Wir haben den auferstandenen Herrn selbst, der uns sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“

Wer das glaubt, wer sein Leben danach ausrichtet, der kann nicht gleichgültig bleiben. Er kann nicht am Lazarus vor seiner Tür vorbeigehen. Er lebt aus der Hoffnung, dass sein Tun Bedeutung hat in Ewigkeit.

Die Auferstehung Jesu ist kein fernes Dogma. Sie ist der entscheidende Maßstab für mein Leben und für deines.

Amen.

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