Der Fisch

Millionen von Christen weltweit dürfen ihren Glauben nicht frei leben. Es gibt Schätzungen, nach denen 380 Millionen Christen in Situationen leben, in denen sie keine Religionsfreiheit haben und / oder ihnen die Verfolgung droht.
Und unzählige davon sind zusätzlich im Gefängnis oder werden vertrieben, gefoltert, getötet.

Wer wegen seines Glaubens verfolgt wird, braucht Solidarität innerhalb und außerhalb seiner Religion, seines Landes, seines Freundeskreises. Es gibt große kirchliche Organisationen, die dies zum Thema machen. Führend innerhalb der Katholischen Kirche ist das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not, englisch Aid to the Church in Need (ACN), gegründet 1947, eine Stiftung päpstlichen Rechts. Schwerpunkt ist die pastorale Hilfe für verfolgte, bedrängte und notleidende Christen in rund 140 Ländern. Für weitere Infos über ACN: Website auf deutsch und auf koreanisch.

Solidarität mit den verfolgten Schwestern und Brüdern ist existenzieller Teil und Aufgabe der Kirche und gab es schon immer. In den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte bis zur Konstantinischen Wende 313 (Anerkennung des Christentums) gab es daher ein Geheimzeichen, an dem sich Christen gegenseitig erkennen und so auch unterstützen konnten: Der Fisch, auf griechisch ICHTYS. Dieses Wort umfasst mit seinen Buchstaben ein ganzes Glaubensbekenntnis:
I = JESUS
CH = CHRISTUS
T = THEOU (Gottes)
Y = HYIOS (Sohn)
S = SOTER (Retter, Erlöser).

Das Zeichen des Fisches rettete viele Leben, weil es den Glauben an den Auferstandenen repräsentierte und die Solidarität vieler anderer aktivierte.

Das Wichtige dabei war, dass das Zeichen mit Leben gefüllt wurde. Es war ein stilles, intensives Bekenntnis zu Jesus Christus.

In der Regel können wir unseren Glauben frei leben. Das sollten wir auch tun: Öffentlich zeigen, dass wir an Jesus Christus und die Auferstehung glauben. Und zugleich uns solidarisch zeigen mit allen, die das nicht öffentlich zeigen dürfen.

Frohe und gesegnete Osterzeit.

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