Lake Ontario. Lake America. Eine schräge Umbenennung wird zum Politikum. Und wer nun in den USA das eine oder das andere Wort verwendet, wird sofort einem Lager zugeordnet. Gräben vertiefen sich, Hass wird noch größer, Frieden rückt noch weiter weg.
Umbenennungen haben ein klares Ziel. Es geht darum, bestimmte Traditionen zu entwerten und geschichtliche Zusammenhänge verschwinden zu lassen. Unter dem Deckmantel der Inklusion niemanden ausschließen zu wollen. Oder einfach um Macht auszuüben.
Wir kennen das auch bei christlichen Begriffen.
Aus dem Weihnachtsfest wird ein Winterfest oder eine Winterfeier. Das gleiche gilt für den entsprechenden Markt oder die Beleuchtung. Oder ist bei der winterlichen Ferienzeit zu entdecken.
Sankt Martin oder Sankt Nikolaus werden umbenannt in Sonne-Mond-und-Sterne-Fest. Oder es wird ein Lichterfest oder Laternenfest gefeiert.
Die Menschen mit Geschichts- und Traditionsbewusstsein wissen, was sie an den ursprünglichen Bezeichnungen haben. Denn die geben Sicherheit, und die Intention/ der Ritus/ die historische Einordnung gehen nicht verloren.
Wir brauchen solche Sicherheiten. Sie sind das Fundament, sind die Brückenpfeiler für das Leben, das wir gestalten wollen.
Und erst recht für unseren Glauben. Der braucht entwertende Umbenennungen ganz und gar nicht. Oder Weglassungen, denn die gibt es auch: Dass nicht mehr darüber geredet wird, welcher Glaube im eigenen Leben eine Rolle spielt. Dass sie Christin ist, er Christ ist.
Dabei ging es ja einst damit los, dass man den Namen Christi übernahm, um Zugehörigkeit zu verkünden.
Nehmen wir uns das nicht selber weg. Stehen wir zu unserem Glauben. Feiern wir unsere Feste. Und vergessen dabei nicht, auf welchem Fundament das alles steht.

