Während ganz Brasilien den Unabhängigkeitstag feiert und gleichzeitig über den Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro diskutiert, kuriere ich meinen Fuß durch Schonen, viel Herumliegen und Nichtstun 
Nachdem wir nur eine Dreitagestour nach Amazonien gemacht haben, war eine touristische Tagesfahrt, ausgestattet mit wunderbar farbigen Armbändchen
die beste Möglichkeit, wenigstens einen Eindruck zu bekommen.
Der Amazonas entspringt in Peru und ist ca 7000 km lang. In Brasilien ist er zum Teil mehrere Kilometer breit. Wir haben eine Tagestour gemacht, die uns 126 km insgesamt über den Amazonas geführt hat. Alberto hat die Fahrt mit Hilfe von GPS aufgezeichnet, so dass wir eine Übersicht über die Tour haben.
Im Programm stand: Schwimmen mit rosa Delphinen, was wir zwar nicht wussten, aber auch sowieso nicht mit gemacht hätten. Es war nämlich kein Schwimmen, sondern maximal ein Planschen, und es war nur ein Delphin und der wurde von den planschenden Menschen ziemlich eng umschlossen. Naja. Wir haben das mal fotografiert, weil es sich um eine der ganz wenigen “Begegnungen” mit Tieren auf dieser Reise gehandelt hat.
Die Fahrt durch den Regenwald war kurz, aber eindrucksvoll. An einer sehr geschützten Stelle durften wir aussteigen und ein paar Schritte selbst laufen. Seht selbst:
Zwei Flüsse begegnen sich
Bei Manaus ist das anders. Denn die beiden dort aufeinander treffenden Flüsse unterscheiden sich in vier verschiedenen Bereichen: Temperatur, Farbe, Fließgeschwindigkeit und Säuregehalt. Und diese beiden Flüsse vereinen sich nicht einfach, sondern fließen ca. 11 km nebeneinander her, bis sie langsam anfangen, sich zu vermischen. Ich habe das trotz aller Probleme mit der Kamera bildlich einfangen können und finde es immer wieder neu hochspannend, was dort passiert. Zunächst habe ich das Wasser des Schwarzen Flusses fotografiert. Es gibt dem Fluss den Namen:
Dann kamen wir zum Zusammentreffen der beiden Wasser, und dort sieht man sehr gut, dass die Flüsse tatsächlich nebeneinander fließen und sich erst später vermischen.
Schließlich gab es noch eine touristische Darstellung, Tanz genannt, die ziemlich unmotiviert für uns dargeboten wurde, und zwar von einem der unzähligen Indianerstämme, die vor allem im Amazonasgebiet wohnen. Als Eindruck ganz nett.
Der Tag war sehr heiß und schwül und bei der genannten Fahrstrecke von 126 km waren wir für den Fahrtwind sehr dankbar.
Aber er hat sich gelohnt. Mein persönlicher Höhepunkt war das Zusammentreffen der beiden Flüsse, das mich noch weiter beschäftigen wird.