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Faschingspredigt 2007

Predigt 7. Sonntag i. J. C 2007 Lk 6,27-38

Als Rheinländer liegt mir das Reimen im Blut
Das tut auch in der Kirche gut.
Drum bring ich meine heut’gen Worte
Mal als Gedicht an diesem Orte.

Wenn man hört, was Jesus sagt,
wenn er seine Jünger fragt,
ob auf Dank nur sie ausruhn
wenn sie andern Gutes tun?

Da braucht man Antwort auf die Frage:
Was ist denn das jetzt für ne Klage?
Jesus ist’s, der Menschen stört,
in ihren Gedanken – unerhört!

Er spricht nur aus, was wichtig wär:
Nicht nur der Dank – denn er denkt quer:
Ihr sollt nun lieben alle Feinde,
denn sie sind Teil eurer Gemeinde.

Dann gibt es Lohn – ganz ohne Geld,
denn ich red von `ner andern Welt.
Eine Welt, mehr als ihr heute seht,
doch ist sie da, wenn ihr versteht!

Kaum zu sehen mit den Augen,
da diese dafür nicht so taugen.
Und doch: ihr könnt es ahnen,
und schreibt es euch auf eure Fahnen:

`ne Welt, geprägt von Nächstenliebe
kein ich-bezogenes Getriebe,
so nach dem Motto: Seht mal her!
Ich tu gutes – her mit dem Orden, bitte sehr!

Doch Jesus meint: so geht das nicht.
Liebe zu leben, ist eure Pflicht.
Und lieben heißt, ihr sollt’s verstehn:
Den Mensch mit Gottes Augen sehn.

Tut dieses immerzu:
Bedenkt es auch in Arbeit und Ruh.
Denn wenn ihr öfter an mich denkt
dann spürt ihr: das Leben ist euch geschenkt.

Und dafür sollt ihr dankbar sein,
all ihr Menschen, groß und klein.
Und denkt ihr an dann an all die Leute,
die euch weh tun, hier und heute,

Menschen, die so böse sind,
Frau und Mann, und auch das Kind,
dann komme ich und sage allen:
mein Wort wird euch nicht gefallen.

Es ist sehr schwer, das ist mir klar,
die Welt ist selten wunderbar.
Doch wurde sie von Gott geschaffen,
nicht nur für Tiger und Giraffen!

Am besten ist mir doch gelungen
Der Mensch, als Abbild, ungezwungen
In seiner Freiheit ja zu sagen oder nein
Sein Leben lang, tagaus, tagein.

Und jeder Mensch, der bei euch ist,
verweist auf mich, ob Moslem oder Christ.
Das Böse, das ihr oft erfahrt,
ist Zeichen eurer Pilgerfahrt.

Und Pilger seid ihr, allesamt,
im Priester- oder Richteramt,
als Hausfrau oder Polizist-
denn es ist so, wie es ist:

Pilger sein gehört zum Leben,
das gilt es hier bekannt zu geben.

Oft sind wir als Pilger ruhelos,
das Leben ist uns viel zu groß.
Doch auch um Glauben geht’s dabei,
doch das ist vielen einerlei.

Ein jeder Pilger muss entscheiden,
welchen Weg er will vermeiden.
Und will er einen Weg dann gehen-
Lässt hier sich denn das Ziel absehen?

Ist ihm klar, wohin es geht?
Wie es um seinen Glauben steht?
Kann denn einer von euch sagen:
Ich habe keine Last zu tragen?

Und ich weiß ja nicht einmal,
wie man SCHULD schreibt, ganz banal.
Die Freiheit, die wir alle haben,
ist Ausdruck unsrer Geistesgaben.

Sie zu nutzen, ist nicht leicht.
Doch haben wir schon viel erreicht!
Doch ist mir eines ständig klar:
DAS ist Arbeit, Jahr für Jahr.

In einer von Liebe geprägten Welt
Wo einer den anderen stützt und hält,
ist es viel leichter, zu verzeihen,
und Leben kann viel mehr gedeihen.

So sagt uns Gott: Nun richtet nicht!
Verlasst euch vielmehr auf das Licht,

das meine Botschaft euch stets bringt.
Auch wenn es in den Ohren klingt:
Glaubt fest an mich und meinen Sohn,
das bringt euch immer euren Lohn.

So habt ihr nun ganz viel zu denken, 
von Gott, der euer Leben stets will lenken.
So schließe ich in Gottes Namen
Und sage euch allen: AMEN

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